24. 10. 2013
Gestern wurde die Konferenz erfolgreich abgeschlossen. Wir bedanken uns für die nette Atmosfere.
Fotos finden sie hier.
Der Tagugnsband erscheint noch bis Ende des Jahres 2013.


2. 9. 2013
Verbindliche Anmeldungen werden im Onlineformular ausgefüllt


8. 10. 2013
Programm


Am 22./23. Oktober 2013 findet in der Wissenschaftlichen Kreisbibliothek Liberec eine wissenschaftliche Konferenz statt. Sie wird im Rahmen der Ausstellung Junge Löwen im Käfig und des kunsthistorischen Symposiums Mezery v historii [Lücken in der Geschichte] veranstaltet, das bisher traditionell unter dem Patronat des Festivals Mitte Europa in der Galerie der bildenden Kunst in Cheb stattfand.

Hauptveranstalter der Konferenz ist die Technische Universität Liberec, zu den Mitveranstaltern zählen die Galerie der bildenden Kunst in Cheb, die Bezirksgalerie Liberec, das Festival Mitte Europa, das Goethe-Institut und das Nationale Amt für Denkmalpflege.

Das Konferenzprogramm steht fest. Es umfasst 20 Vorträge von Wissenschaftlern aus Deutschland, Österreich, Polen und der Tschechischen Republik. Die einzelnen Vorträge sollten die Dauer von 20 Minuten nicht überschreiten. Die Simultanübersetzung der Vorträge ist gewährleistet. Die vorgetragenen Texte werden publiziert.


Das Phänomen der deutschböhmischen bildenden Kunst ist trotz zahlreicher Ausläufer ein territorial begrenztes Fachgebiet, das sich unter dem Einfluss der historischen Ereignisse nicht weiterentwickeln konnte und heute als bemerkenswerte, zeitlich geschlossene Episode erforscht wird, deren Existenz durch die spezifische Situation der deutschsprachigen Bevölkerungsgruppe in den Ländern der böhmischen Krone und in der Tschechoslowakei der Zwischenkriegszeit bedingt wurde. Dieses Phänomen entstand als Ergebnis der Anstrengungen, eine künstliche, politisch motivierte nationale Ausgliederung des Schaffens der deutschsprachigen Künstler aus Böhmen, Mähren und Schlesien vorzunehmen. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wurden die territorial konzipierten Vereinigungen durch national definierte Vereine abgelöst, deren Geschichte mit dem Jahr 1945 endete. Die deutschböhmische Kunst bewegte sich damals im Spannungsfeld mehrerer Kunstzentren, vor allem Wien, München, Berlin, Dresden und Breslau, wobei Prag im Verlauf der Zwischenkriegszeit eine Schlüsselrolle übernehmen sollte und auch die Auslandsaufenthalte der Künstler an anderen Orten – vor allem in Frankreich – von großer Bedeutung waren.

Die Konferenz fragt nach dem Ort der deutschsprachigen bildenden Künstler im Kontext der Kunstgeschichte Böhmens, Mährens und Schlesiens und berücksichtigt dabei die häufig unmögliche konsequente Unterteilung nach nationalen Aspekten und Wirkungsorten. Angesprochen werden die stilistischen Besonderheiten der Künstler: Dabei soll besonders die Rolle beurteilt werden, die die bis heute in der Regel unterschätzten realistischen Tendenzen der Zwischenkriegszeit spielten, wobei zugleich nach deren späterem Missbrauch durch die Propaganda zu fragen ist. Die Konferenz möchte neue Erkenntnisse über die deutschsprachigen bildenden Künstler liefern, die dazu beitragen sollen, sich die Möglichkeiten und Grenzen der Einordnung des untersuchten Künstlerkreises in den breiteren mitteleuropäischen Kontext bewusst zu machen. Dieser Kontext definierte sich gerade durch die parallele, sich mit der Zeit verändernde Wirkung der einzelnen Kunstzentren, deren Einfluss zusammen mit der Tätigkeit der Prager Akademie den besonderen Stil des untersuchten Künstlerkreises prägte.


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